Meer und mehr
Die Adriaküste der Romagna ist berühmt für ihre breiten, weißen Sandstrände, für die Vergnügungsangebote und das Nachtleben, für die fröhliche Geselligkeit seiner Hoteliers und für die leckeren gastronomischen Spezialitäten der Gegend.
Aber das ist nicht alles: nicht weit hinter dem Küstenstreifen mit Strand, Boulevards und Hotels gibt es eine Fülle von Sehenswürdigkeiten und lohnenden Ausgflugszielen.
Schon ein Spaziergang durch die Altstadt von Rimini führt Sie zu Zeugnissen seiner langen Geschichte, die auch die Bombardements des zweiten Weltkriegs überstanden haben.
Die bekanntesten Bauwerke aus dem Mittelalter sind das "Castel Sismondo" und der Malatesta-Tempel, aus der Römerzeit sind der Augustus-Triumphbogen, die Tiberiusbrücke und die "Domus (Haus) del Chirurgo".
Wenn man dem Fluss Marecchia, der in Rimini in die Adria mündet, landeinwärts folgt, auf der "Via Marecchiese", kommt man zu vielen kleinen alten Orten, die von mächtigen Burgen überragt werden, in bezaubernder Landschaft gelegen.
Der Rimini am nächsten gelegene Ort ist Santarcangelo di Romagna mit einer schönen, heimelige Altstadt; die Häuser sind niedrig, bunt angemalt, mit Blumen geschmückt; es gibt viele einladende Lokale. Der Hügel Monte Giove, auf dem die Altstadt liegt, ist von zahlreichen in den weichen Tuffstein gegrabenen Grotten durchzogen, deren Ursprung rätselhaft ist. Darüber thront eine Burg des berühmten Adelsgeschlechts der Malatesta. Alljährlich im Juli findet in Santarcangelo ein bedeutendes internationales Theaterfestival statt.
Weiter landeinwärts kommt man nach Verucchio.
Von dem auf einer felsigen Anhöhe gelegenen Ort mit der beeindruckenden Burg, die der Ursprung der Malatesta-Dynastie sein soll, hat man einen schönen Blick über das Marecchia-Tal bis zur Adriaküste um Rimini. An der zentralen Piazza Malatesta befinden sich die Laubengänge des Rathauses. Wenige Schritte entfernt, im ehemaligen Kloster San Agostino, ist das archäologische Museum untergebracht, wo Grabbeigaben aus den zahlreichen Gräbern der vorrömischen "Villanova-Kultur", die man in Verucchio fand, ausgestellt sind.
In etwa gegenüber, auf der anderes Seite des Flusses Marecchia, liegen auf einem anderen Gipfel das Schloss von Montebello und ein paar kleine Häuser, die zusammen den Ort bilden. Von hier hat man einen herrliches Panoramablick über die Romagna. Im Schloss kann man interessante Rüstungen besichtigen. Bekant ist es auch für die Geschichte von "Azzurrina", einem kleinen Mädchen, das im 14. Jahrhundert spurlos auf dem Schloss verschwunden ist, und dessen Stimme man angeblich noch heute manchmal hören kann.
Weiter in Richtung der Toskana kommt man nach San Leo, einem kleinen mittelalterlichen Städtchen auf einem Felsmassiv mit nur einem einzigen Zugang. Auf der höchsten Erhebung des Massivs thront eine gewaltige Festung, die zeitweise als Gefängnis diente und heute ein Museum beherbergt. Sehenswert die uralte Pfarrkirche und der romanische Dom mit einem massiven Glockenturm. Von vielen Stellen im Ort hat man eine wunderbare Aussicht über die Landschaft des Montefeltro-Gebirges. Es gibt Stimmen, die behaupten, Dantes Beschreibung des Fegefeuers in der Göttlichen Kommödie wurde von San Leo inspiriert.
Dieseer hübsche Ort liegt etwas abseits des Marecchia-Tales, den Namen verdankt er der Heiligen Agathe, die von den Goten verehrt wurde, die einst in die Gegend eingefallen waren. Spektakulär die Burg Rocca Fregoso auf einem Felssporn. Bemerkenswert auch das aus Holz gestaltete Theather "Teatro Mariani" mit einer ganz speziellen Akustik, wegen der es 1993. auch von Gassman gewählt wurde. Viel besucht ist der Trüffel-Markt "Fiera del Tartufo" an allen Sonntagen des Monats Oktober.














